Deutsche Börse-Podcast

Österreichs Aktienmarkt: Comeback oder Strohfeuer? börse@home #317 mit Christian Drastil

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Österreichs Aktienmarkt ist zurück im Spiel. Christian Drastil sieht im ATX nach der starken Aufholjagd zwar keine massive Unterbewertung mehr, aber weiterhin Potenzial. Bemerkenswert: Seit 1991 kommen ATX Total Return und DAX langfristig auf eine nahezu gleiche Entwicklung - trotz völlig unterschiedlicher Wege. Die eigentliche "Equity Story" Wiens ist für Drastil der Osteuropa-Hebel: Vor allem Banken profitieren von schneller wachsenden Volkswirtschaften und höheren Margen in Mittel- und Osteuropa. Genau darin steckt aber auch das Risiko, denn der kleine Markt ist stark konzentriert und weniger liquide. Für weiteres Catch-up spricht aus seiner Sicht, dass bislang wenig ETF-Geld oder internationales "Fast Money" in den Markt geflossen ist und heimische Privatanleger kaum vertreten sind. Die Schwächen bleiben klar: nur rund 25 bis 26 börsennotierte Unternehmen, kein IPO seit 2019 und die österreichische Besteuerung von Kursgewinnen in Höhe von 27,5 %. Bei Einzelwerten nennt Drastil AT&S als KI-Zulieferer, Verbund und EVN als mögliche Nachzügler sowie Wienerberger, Porr und Strabag. Sein Fazit: kein FOMO-Markt, sondern eine kleine, solide Beimischung mit Osteuropa-Fantasie. Und genau das könnte Wien wieder stärker auf den Radar internationaler Anleger bringen.


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