Deutsche Börse-Podcast

Börse neu denken: Erst der Kern, dann die Satellitenkür. Das Depot für eine verrückte Welt

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Geldanlage ist heute so einfach zugänglich wie nie - und zugleich anspruchsvoller. Finanzexperte Timo Baudzus sieht die Märkte im Übergang zwischen zwei Weltordnungen: Deglobalisierung, der Konflikt zwischen den USA und China, Inflation und immer kürzere Innovationszyklen sorgen für mehr Tempo und stärkere Ausschläge. Seine Konsequenz: Erst der Kern, dann die Satellitenkür. Im Core-Portfolio setzt er auf drei steuerbare ETF-Bausteine für Weltaktien, Emerging Markets und Europa sowie auf Gold, dessen Anteil langfristig auf 10 % steigen soll. Für die meisten Anleger hält er 80 % Core und höchstens 20 % Satelliten für sinnvoll. Bei Einzelaktien zählen nicht Bauchgefühl und Börsenromantik, sondern vorab definierte Zielkurse, Stopps, Positionsgröße und Depotrisiko. Edda Vogt von der Deutschen Börse ergänzt: Niemand muss die Welt vollständig verstehen oder gleich den perfekten Plan besitzen. Wichtiger ist, mit kleinen, beherrschbaren Schritten zu beginnen und das eigene Risikogefühl unterwegs kennenzulernen. Baudzus warnt vor Aufschieberitis, Selbstüberschätzung und dubiosen "Tipps" aus den sozialen Medien. Sein Bild bringt es auf den Punkt: Wer gemütlich Rad fährt, sollte das Depot nicht zum Formel-1-Wagen machen.


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