Börse im Kopf: Warum Angst verkauft und Gier nachkauft

Shownotes

Mehr Hirn, weniger Hype: Jessica Schwarzer seziert das Anlegergehirn

300 Folgen "Börse at Home" und zum Jubiläum geht es ausgerechnet um den nervösesten Börsenfaktor überhaupt: den Menschen.

Jessica Schwarzer zeigt im Gespräch mit Jana Micka, warum Angst, Gier, FOMO und Verlustschmerz oft mehr Einfluss auf die Rendite haben als jede Schlagzeile aus dem Markt. Die Börse ist eben nicht nur ein Handelsplatz, sondern auch ein Emotionstest. Wer bei roten Zahlen Schnappatmung bekommt, im Hype hinterherspringt oder sich in Aktien verliebt, investiert schnell nicht mehr nach Plan, sondern nach Puls.

Schwarzer hält dagegen mit erstaunlich einfachem Klartext: klare Regeln, breite Streuung, langer Atem und ETF-Sparpläne, die Timing-Stress und Aufschieberitis gleich mit entsorgen. Für Spieltrieb darf es ein separates Depot geben, aber Vermögensaufbau ist kein Freizeitcasino.

Besonders stark: Auch der Mythos vom sicheren Hafen wird zerlegt. Tagesgeld sieht sicher aus, kann mit Inflation aber leise Kaufkraft auffressen. Unterm Strich bleibt die wichtigste Botschaft dieser Folge: Nicht investieren ist keine neutrale Haltung, sondern oft der teuerste Denkfehler von allen.

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